• Katharina Weiss

DIY Klospray

Easy DIY Klospray als natürliche Alternative zum Raumduft, der dir die Luft zum Atmen nimmt.


1 Das Rezept

2 Die Zutaten

3 Die Zubereitung

4 Meine Erfahrungen mit dem DIY Klospray



Was haltet ihr von konventionellem Raum- oder Klospray, mit dem übertrieben intensiven Duft und den vielen bunten Warnhinweisen, bei dem es reicht ein Sekündchen zu lange am Sprühknopf zu bleiben, um sich selbst die Luft zum Atmen zu nehmen?

Also ich bin ja kein riesen Fan. Noch nie gewesen.


Aber bei Klospray ist keine Alternative ist ja auch keineAlternative, gerade wenn man in einem Haushalt mit mehreren Menschen zusammenlebt.


Als ich das erste Mal von DIY Klospray gehört habe wollte ich natürlich auch gleich meinen persönlichen Klospray herstellen.


Das Rezept

Ich habe mir also ein paar schlaue Kräuterbücher und meine Mitschriften vom Kräuterkurs geschnappt und los gings mit der Rezept-Bastelei.


  • Die Zutaten sollten gut und ausreichend stark riechen.

  • Gleichzeitig aber auch „Sinn machen“. Also irgendwie Keimzahlen senkend, desinfizierend oder reinigend sein.

  • Außerdem wollte ich die Zutaten einfach bekommen und nicht super exotische Wunderkräuterchen verwenden, die ich bei uns nie finden könnte.

Es hat nicht allzu lange gedauert und ich hatte meine Auswahl zusammen:


Die Zutaten

  1. Vodka, als hochprozentige Basis

  2. Salbei, senkt die Keimzahl

  3. Wacholder, reinigt bei/nach Krankheiten

  4. Rosmarin, zur Desinfektion, antiseptisch, antibakteriell, antiviral

  5. Minze, für einen frischen Duft, außerdem ist Minze reinigend, antiinfiktiös, viruzid, bakterizid, fungizid und wirkt stimulierend auf den Verdauungsbereich

  6. Fichtennadeln, für einen beruhigenden Waldduft & Terpenoide fürs Wohlbefinden und das Immunsystem

Bei der Auswahl der Zutaten habe ich wie gesagt darauf geachtet, dass ich sie leicht bekomme, also sogar im Supermarkt erhältlich sind.


Salbei, Rosmarin, Wacholderbeeren und Vodka sind gekauft, wobei ich Salbei und Rosmarin als Stöckerl zuhause hatte.


Fichtennadeln und Minze habe ich gebrockt. Ideal wären junge Fichtenwipferl gewesen, aber die hatten keine Saison also habe ich einfach schon ein bissi ältere ausgewählt. Und auch Minze ist bei uns heimisch und ich kenne schon einen Ort, an dem sie wächst und hab von dort ein bisschen was gesammelt.


Was für mich beim Kräuter sammeln ganz wichtig ist, ist die Sammelethik. Für mich bedeutet das achtsam und dankbar sammeln und nicht wild und unbedacht ausreißen und vernichten. Was ich damit aber genau meine liest du in einem eigenen Beitrag zur Sammelethik beschrieben.


Einen Abstrich habe ich bei den Zutaten der Einfachheit halber jedoch gemacht: Laut meinen schlauen Büchern, sollte man eigentlich ätherisches Öl vom Wacholder verwenden. Das hatte ich aber nicht zur Hand und war voller Tatendrang das Rezept auszuprobieren. Deshalb habe ich Wacholderbeeren aus der Küche hergenommen und davon reichlich verwendet.


Die Zubereitung

  • Die Zutaten habe ich ein bisschen zerkleinert und die Kräuter ein bisschen zerrebbelt, damit sie ihr Aroma und Wirkstoffe noch besser entfalten können.

  • Das Ganze habe ich in ein Glasgefäß gegeben und mit Vodka aufgegossen bis alles bedeckt war.

  • Damit sich die Inhaltstoffe herauslösen ein paar Tage abwarten.

  • Zum Schluss die Flüssigkeit in ein Sprühflascherl abfüllen und fertig. (Ich habe übrigens einfach irgendein altes, leeres Sprühflascherl verwendet, dass ich zuhause gefunden habe und nicht extra eines gekauft.)


Meine Erfahrungen mit dem DIY Klospray

Der Spray versprüht einen dezenten, angenehmen Duft. Vor allem die Fichtennadeln verströmen einen angenehmen „Waldduft“ und der Spray riecht durch die Minze auch frisch. Ich habe ja ein bisschen befürchtet, dass der Vodka unangenehmen stark hervorsticht – das tut er aber nicht.


Aber wohl die wichtigste Frage: Vertreibt er den Geruch, den Klospray halt so überdecken soll? Ja, er tut seinen Job. Es ist kein Wundermittel, das jeglichen Geruch verschwinden lässt, aber er legt einen angenehmen Schleier über das Ganze und kaschiert alles gut. Ich muss allerdings zugeben, dass konventioneller Klospray aus dem Geschäft intensiver ist und somit auch mehr übertüncht.


Dafür hat der DIY einen für mich besonders wichtigen und angenehmen Vorteil: Er erzeugt keine Schnappatmung und Hustenreiz, wie die herkömmlich erhältlichen Klosprays, die ja reine Chemiebomben sind.


Nach mehreren Monaten Testzeit kann ich also sagen: Ich bin super zufrieden mit dem Ergebnis.

So, an alle die bis hier her „durchgehalten“ haben. Danke! Denn ich muss schon zugeben ich habe ein wenig gezweifelt, ob ich mich wirklich trauen soll einen Beitrag zu diesem Tabu-Thema hochzuladen. Das Thema Klo ist ja leider recht tabuisiert, nur wenige reden „normal“ drüber, dafür tun viele so als würde es ihn/sie nichts angehen. Auch ich gehöre zu diesen „Leugnern“. Gerade deshalb möchte ich mich aber auch offensiver damit auseinandersetzen. Weil sein wir mal ehrlich: Jeder tuts und eigentlich ist da nichts Schlimmes dabei.


Und wenn wir schon beim offenen reden sind: Wie macht ihr das? Habt ihr auch konventionellen Klospray zuhause? Selbstgemachtes? Oder macht ihr einfach ein Fenster auf? Bzw. hat unter euch sogar noch jemand eine Außentoilette, bei der der ganze neumodische Schnickschnack ohnehin unnötig ist?


Meine Quellen

Werbung. Nicht bezahlt, nur meine eigene Empfehlung/Anmerkung.

  1. Kräuterkurs bei Martin von Nawisho & Sandra von wildnis.at

  2. „Die Kräuter in meinem Garten“ von Siegrid Hirsch & Felix Grünberger (als Nachschlagewerk für Kräuter)