• Katharina Weiss

Auffallen. Ausprobieren.

Immer ins Bild passen & dich einschränken oder doch wild, frei und authentisch sein, dich ausleben, ausprobieren & auffallen? Was willst du?


Auffallen Runen-Make-Up

„Auffallen? Nein, lieber anpassen.“

Jahrelang habe ich mich immer zurückgehalten: "Lieber nicht auffallen. Bloß keine Angriffsfläche dafür, dass sich wer was denkt bieten. Also lieber nichts ausprobieren. Lieber nicht zeigen, was mich interessiert."


Ich hab mich oft bei diversen Dingen zurückgehalten. Lieber unauffällig kleiden, normal aussehen, nichts Ungewöhnliches sagen, nicht zu meinen Gedanken stehen, weil ich damit anecken könnte.


Die Gründe dafür waren unterschiedlich:

  • … weil ich mir alleine vorgekommen bin, mit dem was ich spaßig oder interessant fand.

  • … weil mir meine Vorliebe, Gedanke, Weg peinlich war, weil‘s anders war als die Vorlieben, die ich von meinen Freunden, Bekannten, Menschen in meinem Umkreis kannte.

  • … weil ich nicht in ein Eck gestellt werden wollte. Bloß nicht in eine Schublade gesteckt werden, in die ich nicht will. Eigentlich will ich ja nur dazugehören. (Und Bewertungen aller Art, oje, die waren lange eine riesige Angst für mich.)

  • Im Endeffekt hatte ich Angst, dass ich mal alleine da steh, weil keiner „mit der Komischen“ was zu tun haben will.

„Ich will Spaß am Leben haben! Auch wenn ich dann vlt. nicht alles wie alle anderen mach.“

Obwohl ich nie wirklich ungewöhnliche Wünsche hatte. Also was was wirklich richtig aufgefallen wäre. Trotzdem hab ich mich zurückgehalten.


Denn ich will ja auch nicht unter Klassenkamerad*innen (damals noch in der Schule), Leuten aus der Uni, Arbeitskollegen, whatever auffallen.


Auch wenn ich nicht alles so machen wollte, wie meine engsten Bezugspersonen, wollte ich es auf keinen Fall anders machen und dann „auffallen“.

Komischer Ansatz, war aber jahrelang so. Leider.


Irgendwann hab ich dann Stück für Stück begonnen meine Komfortzone zu verlassen und meine eigenen Wege zu gehen. Es hat klein angefangen.

Ich hab mich für ein Volontariat beworben, dass mich voll gereizt hat, mir aber schon auch ein wenig Muffensausen bereitet hat. Ich bin in einen Speakers Club gegangen, weil auf der Bühne stehen schon cool war, aber mir auch ordentliches Knie Schlottern gemacht hat. Ich hab meinen ersten Mentor gefunden.


Und dann.. ja, dann hab ich die Natur gefunden. Eine einzige große Komfortzonenerweiterung, die aber so viel für mich eröffnet hat. Und ja, mit meiner Entscheidung einen Kurs zu machen, bei dem ich immer wieder nur draußen bin (ohne Klo, ohne Bad, ohne Bett,.. ) bin ich aufgefallen.


Aber Rate mal was passiert ist: Nix. Gar nix! Ja, mich haben ein paar Leute ungläubig angesehen. Haben „Aha, na dass du das machst. Schau, schau.“, gesagt und das wars.


Was allerdings wirklich passiert ist, war, dass ich viel Spaß hatte & meinen Weg gefunden hab.

„Ich darf ruhig auffallen und nichts passiert, weil ich brauch mich nicht so wichtig nehmen.“

All die Gedanken, die ich mir gemacht hab, was passiert, wenn ich mal etwas ein bissi anders mach als gewohnt. Was ich gedacht, hab dass sich die Leute das Maul zerreißen werden. Ich hab echt befürchtet, dass sich Leute von mir abwenden, nur weil ich einen anderen Musikgeschmack hab..


Die Wahrheit ist: Nimm dich nicht so ernst und wichtig.

  • Keiner denkt sich so viel über dich, wie du selbst. Mich selbst nicht mehr so ernst und wichtig zu nehmen hat so viel verändert. Plötzlich kann ich mich viel mehr trauen, weil was solls. Selbst wenn es kurz eine „Aufregung“ gibt und sich wer was denkt: In 3 Tagen ist es vorbei, weil da haben die Leute wieder was Neues über das sie reden können. Du denkst ja auch nicht stunden- oder gar tagelang über irgendwelche Leute, die dir am A*** vorbeigehenn nach…

  • Oft geht’s vielen so und jeder hält sich zurück. Aus Angst nicht mehr dazuzupassen zeigst du dich nicht und plötzlich, wenn du mal du bist sagen 7 Leute um dich, dass sie das auch heimlich machen & voll spannend finden.

  • Je mehr du dir und deinem Herzen folgst, desto mehr Spaß und Freude hast du im Leben!


„Das fände ich grad spaßig, also go, mach!“

Deshalb hab ich am Samstag spontan entschlossen, dass ich es grad spaßig fände mir das Gesicht anzumalen. Weil warum nicht?


Ich hatte keine richtigen Utensilien zu Hause, aber (ich hab mal nachgerechnet) wahrscheinlich 13 Jahre alter Lidschatten tuts auch. Und schwubs hatte ich eine Abendbeschäftigung, die nicht der ewig gleiche, fade Alltagstrott ist.

Womit hältst du dich bisher immer zurück?

Was willst du jetzt mal ausprobieren, auch wenn du damit vlt. auffällst?


PS: Ich wollte mich mehr mit Runen auseinandersetzten.. daher dieses Viking-inspirierte Runen Motiv im Gesicht!


Jänner steht im Zeichen von:

ᛟ Othala: Heimat, Ahnenkraft, Erbe, überliefertes Wissen. ᛟ lässt dich deine Wurzeln spüren und erkennen woher du stammst. Othala unterstützt dich gleichzeitig deinen Weg zu finden, erkenne das Potential des Wissens, das dir von den Ahnen überliefert wurde.

ᚢ Uruz: Ochse, Erdung, Uressenz, Kraft der Manifestation. ᚢ symbolisiert die Basis, Sicherheit und Halt. Uruz hilft deinen Standpunkt zu finden und kräftigen, also Wünsche zu manifestieren. Erlange mehr Klarheit darüber wer du bist und was deine Fähigkeiten sind.


Warum mich Runen interessieren: Cool, wie Schrift-Sprache mal ausgesehen hat, oder? Und das in Europa. An wunderschönen Orten, die ich schon 2008 (vor dem Hype ^^) bereisen durfte und sie sind so schön & haben für mich die Faszination der „Härte“. Was für beschwerliche Bedingungen. Wie sehr müssen die Menschen damals bei sich gewesen sein, dass sie diese Gegenden bevölkern konnten. Faszinierend! (Was war bei mir wohl vorher da? Die Vorliebe für den Winter oder die Faszination, dass Menschen diesen Bedingungen trotzen können?)


(Quelle: Die Infos zu den Runen hab ich über die Zeit aus unterschiedlichen Büchern und dem Internet. Diesmal hab ich va das Buch „Raunächte und die Kraft der Runen", von Reimann und Eckel, bei der Hand gehabt.)